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Schreiben

die letzten tage


ich hatte dir eine sms geschickt
erste straße rechts nach der brücke
hatte ich geschrieben vorbei am
teatro la fenice hatte ich geschrieben
dann geradeaus da findest du das hotel
klein und dunkel wie kaffee

natürlich wusste ich
du kommst nicht

abends in einer abseitigen gasse
die besten spaghetti der stadt leber
nach art des hauses vino bianco
an plastiktischen unter neon

natürlich wusste ich
du magst so was nicht

und all das wasser der faulige tod
und alles erloschen in mir die schuhspitzen
an der steinkante tagein tagaus
frierend in der sonne

natürlich
hatte ich dich längst vergessen


Dieser Text ist mehr als 20 Jahre alt. Als Peter Marggraf von der San Marco Handpresse Texte zu seinen Versionen der Caprichos von Goya suchte, fand ich in der Liste das Capricho Nr. 10, "Die Liebe und der Tod", und erinnerte mich an das Gedicht. Es hatte es nie in einen meiner Gedichtbände geschafft. Aber so wurde es doch noch, ein bisschen nachbearbeitet, im Frühjahr 2025 in der "Caprichos"-Anthologie in Peter Marggrafs "I Libri Bianchi"-Reihe veröffentlicht.

Fotografieren

An der Ostsee. 08.08.2025.

Goran Stevanonvich, Akkordeonspieler, fotografiert in der hannoverschen Markuskirche. 25.07.2025.

Heinz Kattner, Dichter, hinter der Türscheibe seiner Schreibhütte, Leestahl bei Lüneburg. 10.07.2025.

Piano, forte. März 2025.

Milleniumssäule auf dem Hősök tere, dem Heldenplatz in Budapest, mit Gerüst. Sieht besser aus als ohne. 13.10.2024.


Victoria, 20, frischt auf der Fete de la Musique in Hannover auf dem Platz vor der Marktkirche ihr Makeup auf. 21.05.2024.

Jens Thomas, Pianist und Improvisationskünstler, fotografiert am 16.12.2023 im Hotel Luisenhof in Hannover .

Bücher

Bildschön

Bildband „Bildschön – Aktaufnahmen von Frauen über 60“, ein Projekt, zu dem mich die beiden Initiatorinnen Ute Grahn und Barbara Schwartz als Fotograf hinzugeholt haben. Wehrhahn-Verlag, 104 Seiten, 72 Schwarzweiß-Fotos. Mit Vor- und Nachwort und Kurzbiografien der 15 fotografierten Frauen. Bestellbar hier.

„Wahre Schönheit hat Falten“, schreibt Anastasia Schell in ihrer Besprechung des Buchs in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 11.10.2025. Und am 24.11.2025 ist noch ein Text in der HAZ erschienen, für den Jutta Rinas drei Frauen aus dem Projekt befragt hat, warum sie sich haben fotografieren lassen: „Ich habe mich endlich ausgesöhnt mit meinem Körper.“

Drei Beispielbilder hier.


Vor Tau und Tag

Gedichte aus den Jahren von 2017 bis 2023. Fünf Zyklen und ein Langgedicht, kombiniert mit acht Bildhauerzeichnungen von Peter Marggraf mit dem Titel „Vor der Morgendämmerung“. San Marco Handpresse, 88 Seiten, von Hand gebunden. April 2024.

Stefan Arndt nennt die Gedichte in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 11.06.2024 „Sprachkonzentrate, die Raum brauchen, um sich zu entfalten: Jedes Wort ein Tintentropfen, der ein Wasserglas färbt“.

Sabine Göttel schreibt in einer Besprechung für Peter Marggrafs „Berichte aus der Werkstatt“: „Wie Mythos und Märchen findet Bert Strebe in der Sprache Wege, das Unsagbare sagbar zu machen.“

Das Titelgedicht als Leseprobe hier.

Details und Bestellungen hier.


To Look For America

130 Fotografien (aufgenommen unter anderem in New York, Boston, Chicago und San Francisco) und der Lyrik-Zyklus „Die amerikanischen Gedichte“. Künstlerbuch, 21 x 21 Zentimeter, 114 Seiten. 50 nummerierte Exemplare. Mai 2023.


Von dir, von mir

Neun Gedichte zu je neun Zeilen. Mit zwei Bildern von Otto Quirin: „Sommer“ und „Verano“. Privatdruck Carl-Walter Kottnik, Hamburg, Mai 2018.

Leseprobe: FÜR DICH


Es war einmal

Manchmal darf man Dinge tun, die ein Geschenk für einen selbst sind. Dieses Buch, das ich zusammenstellen und bearbeiten konnte, ist ein solches. Madsack Medienagentur, Hannover, Mai 2018.

Leseprobe: das Vorwort.


Monologe mit Maria

Zwölf Gedichte. Mit Holzschnitten von Heike Küster. Stadtlichter Presse, August 2014.

Hier kann man den Text herunterladen.


Rabenkind

Drei Stücke, darunter das Hörspiel „Die Innenseite des Wassers“, 2002 von Harald Krewer für Deutschlandradio Berlin (wie der Sender damals noch hieß) inszeniert, und „Rabenkind“, 2005 in der Regie von Reinhard Hinzpeter am Stadttheater Osnabrück uraufgeführt. Stadtlichter Presse, Januar 2014.

Leseprobe: Die ersten drei Szenen von RABENKIND.


Schrittmacher

Zwölf Geschichten. Von einem kleinen Jungen und einem großen Schiff, von Angst und Glück, vom Verlassen und Verlassenwerden. Stadtlichter Presse, September 2013.

Leseprobe: Die Geschichte DER PRINZ IM WASSER von 2007.


Rauhtier

„Bert Strebe ersetzt in seinen Gedichten das bloße Wissen um die Dinge durch seine eigene Gewißheit, durch sein Vertrauen in die eigene emotionale Wirklichkeit.“ (Aus dem Nachwort von Wolfgang Berends.) Stadtlichter Presse, Juni 2012.

Leseprobe: WARPER TRILOGIE


Gethsemane

Kleiner Roman über eine Clique von sieben jungen Leuten Mitte der siebziger Jahre in Westdeutschland. Stadtlichter Presse, September 2011.

Leseprobe: Das erste Kapitel des Romans.


Katzenlicht

Drei Gedichtzyklen. Mit Holzschnitten von Eric van der Wal. Verlag Eric van der Wal, Mai 2002.


Zwischenwasser

Sieben Gedichte und ein Zyklus. Verlag Eric van der Wal, November 1999.


Etliche dieser Bücher sind inzwischen vergriffen. Manche gibt es noch antiquarisch, Restbestände evtl. noch bei mir. Bitte einfach eine Mail schreiben.


Termine etc.

Anderwelt

Mein neues Fotoprojekt  heißt Anderwelt, nach der Anderwelt oder Anderswelt der Kelten: Die Toten befinden sich nicht in einem fernen Jenseits, sondern im Diesseits, nur auf einer anderen Ebene. Und die Grenzen sind durchlässig. Wenn jemand stirbt, ist er nicht einfach fort.

Ich habe Hinterbliebene mit ihren Toten fotografiert. Die Kamera kann die Toten nicht sehen. Aber sie sind im Gesicht der Hinterbliebenen erkennbar, in ihren Augen, ihrer Haltung, in ihren Gesten. Und ich habe die Lebenden um Texte gebeten. Über ihre Trauer. Oder über die Freude, eine Spanne Zeit mit den Verstorbenen gehabt zu haben. Über den Tod oder das Leben. Oder über alles zusammen.

Die nigerianisch-amerikanische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat gesagt: „Trauer ist das Glück, geliebt zu haben.“

Am 04.04.2026 findet um 18 Uhr die erste Ausstellungsvernissage des Projekts Anderwelt in der Galerie Metavier in Hannover-Linden (Minister Stüve-Str. 14) statt. Zum 29.05.2026 (Eröffnung: 19.30 Uhr) zieht die Ausstellung in die Galerie Schafstall in Bad Essen bei Osnabrück (Bergstr. 31) um. Im Herbst wird sie in Hamburg gezeigt, im Trauerzentrum St. Thomas Morus (Vernissage am 01.11.2026 um 11.30 Uhr), anschließend in Berlin.

Ich bin sehr dankbar für die Förderung des Projekts durch die Förderstiftung des Unionhilfswerks Berlin, durch die Stiftung Deutsche Bestattungskultur und durch die Stiftung Edelhof Ricklingen. Details zu dem Projekt gibt es auch in einem Artikel aus der Zeitschrift „Bestattungskultur“, der hier nachzulesen ist.

Im Wehrhahn-Verlag erscheint das Anderwelt-Buch: Hardcover, 64 Seiten 28,5 x 19,5 cm, mit 23 Schwarzweißfotos und ebenso vielen Texten und mit einem Aufsatz von mir. 20 Euro, ISBN 978-3-98859-164-7.

Auf dem Foto oben ist Sanella Fatkic mit ihrem Sohn Sinan zu sehen. Sinan war 16, als er 2023 praktisch vor den Augen seiner Mutter von einem Nachbarn erschossen wurde.